Wie überall weltweit ist auch in Peru der Coronavirus angekommen. Inzwischen gibt es 86 bestätigte Fälle. Einer davon in Cusco, 120 km entfernt von uns. 
Erste Maßnahme war, die Schulen zu schließen. Dies trat letzten Donnerstag in Kraft.
Sonntag Abend um 20 Uhr rief der Präsident Martin Vizcarra vor laufenden Kameras den nationalen Notstand aus.
Ab Montag gilt eine 15tägige Ausgangssperre. Das heißt, alle müssen Zuhause bleiben. Nur um Lebensmittel zu kaufen, dürfen die Menschen das Haus verlassen. Es werden Polizei und Militär eingesetzt, um diese Maßnahmen zu kontrollieren. Medizinisches Personal oder Personen, die für die Herstellung von medizinischen Produkten arbeiten, haben eine Sondererlaubnis.
Somit ist Peru das erste südamerikanische Land, welches diese nationale Quarantäne durchführt. Die Landesgrenzen sind seit 16. März um 23:59Uhr geschlossen. Dies gilt für den Luft-, Land-, See- und Fussweg. Es fahren keine Taxis oder Busse in Peru. Die Wasser- und Stromversorgung ist gesichert, auch die Müllabfuhr tut ihren Dienst.
Das Krankenhaus Diospi Suyana ist, soweit es möglich ist, gewappnet. Notfallpläne wurden schon vor einiger Zeit besprochen und nun in die Tat umgesetzt. 
Es gibt einen neuen Eingang mit einer Vorsortierung. Menschen mit Grippe-Symptomen werden gesondert behandelt und genau geprüft (Coronavirus Testung darf derzeit nur in staatlichen Einrichtungen stattfinden). Eine Isolierstation und Beatmungsgeräte stehen für den Ernstfall bereit.

Uns als Familie geht es gut. Wir sind dankbar, dass wir einen großen Garten haben, in dem unsere Jungs ihre Energie austoben können. Markus ist als stellvertretende Pflegedienstleitung nun stark gefragt und in einigen wichtigen Entscheidungen involviert. Wir sind uns des Privileges bewusst,  Geld und ein bisschen Vorrat im Haus zu haben. Wir hoffen und beten, dass sich im Land keine unnötige Panik ausbreitet und die nationalen Quarantänemaßnahmen eine Eindämmung der Erkrankungsfälle ermöglicht.